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Dolomiten - Tour (Oktober 2000)
Der Masaré - Klettersteig
Wir sind bei Regen und Nebel von Vigo di Fassa zur Rotwandhütte aufgestiegen. Schutz vor den stärkeren Schauern boten nur dichte Nadelbäume.

Die Bäche führten große Mengen an Wasser. Die kleineren Übergänge waren teils weggespühlt oder machten einen unsicheren Eindruck. Bevorstehende Erdrutsche waren auf den schmalen Pfaden nach oben durch kleine Risse zu erahnen. Wir waren nahe daran umzukehren, setzten uns dann aber doch das Ziel mindestens zur Rotwandhütte zu gelangen. Der steile Aufstieg schlauchte mich ganz schön. Die Rotwandhütte war bereits zu, nur im Winterraum konnten wir kurz etwas essen und über das weitere Vorgehen beraten. Der Regen hatte aufgehört. Die Luftfeuchtigkeit war geblieben. Durch den Nebel konnten wir nichts sehen, aber ab und zu rissen die Nebelschwaden etwas auf und gaben den Blick auf die Nachbarberge frei.

Wir entschieden uns also doch noch den Masaré-Klettersteig zu begehen. Dazu mußten wir erst einmal ca- 150 Höhenmeter von der Rotwandhütte bis zum Einstieg zurücklegen. Wir wählten den Einstieg vom Fensterturm aus.

Und schon zog sich alles wieder zu. Wir waren als Einzige unterwegs. Der Nebel und die Stille hatten etwas Gespenstisches an sich. Wir ließen uns dadurch nicht beeindrucken und stiegen ein.
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