In den Savoyer Alpen (Sommer 1996)

Aiguille du Midi (3842 m)
Unsere Fahrt begann 21.00 Uhr in Dresden und führte über Österreich, die Schweiz in die französischen Alpen, nach Agentiere. Hier erwarteten wir unseren 3. Mann, der von Graz zu uns stieß. Das Wetter war äußerst schlecht. Regen, Nebel und wieder Regen. Wir erkundigten uns fast jede Stunde nach den Aussichten, aber eine Änderung des Wetters war erst in den nächsten 2 Tagen angekündigt. So fuhren wir mit der Seilbahn erst einmal zur Hütte auf dem Plan de l' Aiguille, wo wir die erste Nacht verbrachten. Die Aiguille du Midi selbst war im Nebel völlig verschwunden. Da es nichts zu sehen gab, besprachen wir die Vorhaben für den Nächsten Tag beim Abendbrot in der Hütte.

In dieser Hütte wurde an Allem gespart. Strom, Wärme usw.
Die eiskalten Eisenstühle werde ich wohl nie vergessen.
Wir hatte uns für den nächsten Tag vorgenommen von der Aiguille du Midi über den Eisgrat zum unteren Gletscher abzusteigen und Richtung Mont Blanc du Tacul (4248 m) zu laufen. Aber wir hatten die Rechnung ohne den Nebel gemacht.
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Hier konnte man wenigstens noch die Seilschaft sehen... |
Und wir hatten noch die Hoffnung, daß es vielleicht aufklaren würde. |

Der Nebel verdichtete sich. Wir rasteten erst einmal. Um uns nur difuses Licht und in der Ferne einige Stimmen, die aber nicht näher auszumachen waren.

Spätestens jetzt wurde uns klar, daß wir zur Umkehr gezwungen waren. Also ging es den Eisgrat wieder hinauf.

Als wir über den Gletscher zurück, und ca. 200 m den Grat aufgestiegen waren (im Bild dort wo die Spur nach rechts unten verläuft) klarte der Himmel etwas auf. Um so mehr, je höher wir stiegen. Dies ergab phantastische Fotomotive.



Es ist schon ein erhebendes Gefühl, über den Wolken zu stehen.

Die Eisgrotte: Ausgangs- und Endpunkt unserer Tour zum Gletscher.
Die letzten Aussichten ließen auf kommende Unternehmungen hoffen. Wir fuhren mit der Seilbahn zurück nach Agentiere. In einem der zahlreichen Restaurants aßen wir zu Abend und bereiteten uns für die Nacht vor. Der nächste Tag führte uns dann nach zur Hütte Albert 2.