Der Mont Blanc (4807 m)

Nach den obligatorischen Wetterinformationen fuhren wir nach Chamonix. Wichtigste Nachricht: das Wetter sollte sich bessern. Der Sturm sollte nachlassen und für die nächsten 3 Tage war Sonnenschein angesagt. Heute war es für einen Aufstieg zur Hütte Tete Ruz schon zu spät. So verbrachten wir den Tag in Chamonix. Morgen würden wir dann zur Seilbahnstation nach Les Houches fahren.

Blick auf die Savoyer Alpen mit Aiguille du Midi (links) und Mont Blanc (rechts)

 

Von der oberen Seilbahnstation liefen wir zur Station Bellevue der Zahnradbahn

 

Die Endstation der Zahnradbahn

Von nun an ging es zu Fuß. 800 Höhenmeter zur Hütte Tete Ruz. Obwohl der Weg ziemlich steil bergan führt und es durchaus schun Probleme mit der Luft geben kann, waren viele Menschen unterwegs. Sicherlich wollten nicht alle auf den Mont Blanc, aber man konnte schon hier erahnen, das die Hütten überfüllt sein würden.

Die Gemsen waren diesen Trubel sicher schon gewöhnt. Sie kannten keine Furcht.

Am späten Nachmittag erreichten wir die Hütte.

Am nächsten Morgen soll es dann weitere 800 Höhenmeter zur Hütte Gouter gehen. (In der noch nicht vom Nebel verdeckten, ab Mittag steinschlaggefährdeten Rinne, empor)

Wir hatten zwar Plätze in der Hütte bestellt, aber der Andrang war so groß, daß die Hütte völlig überbelegt war. Die bevorstehende Nacht wurde für mich zur Folter. In drei Etagen übereinandergestapelt ruhten die meisten nur etwas, um am nächsten Morgen Kraft für den Aufstieg zu haben. Ich konnte nicht einmal ruhen, weil mein Nachbar ganze Wälder abzusägen schien. Mein nächtlicher Ausflug zur Toilette wäre bald tragisch ausgegangen. Denn der Mann der vor der Tür sein Nachtlager aufgeschlagen hatte, fiel nachdem ich draußen war wieder zur Seite und blockierte somit den Eingang von innen. Draußen herrschten immerhin 8 Grad minus. Nur durch forsches Rütteln an der Tür konnte ich mir Zugang verschaffen. Kaum wieder an meiner Schlafstelle, die ich nur durch hochkantiges Liegen erreichte wurde der Sauerstoff knapp. Ich hatte also die Wahl zwischen Ersticken und Erfrieren. Zum Glück öffnete jemand ein Fenster. So blieb mir das Erste erspart. Um aber den Beiden kein Klotz am Bein zu sein, entschied ich mich den nächsten Tag abzusteigen. Die Aufruhr in der Hütte begann so gegen 3.30 Uhr. Nach einem kurzen Imbiß wurde auch schon die Ausrüstung angelegt. Vor der Hütte wurde das Treiben immer stärker.

 

Ich glaube die meisten hatten kaum Muße, sich das herrliche Morgenpanorama anzusehen.

Ein herrlicher Sonnenaufgang!

 

Herrliche Berge !

 

Licht und Schatten !

 

Und Abmarsch !

 

Ich zog es vor, nach dem ich die Beiden noch bis zur Rinne beobachtet hatte den Rückzug anzutreten.

 

Da ich sehr zeitig unterwegs war, hatten die Bahnen ihren Betrieb noch nicht begonnen. So stieg ich bis Les Houches ab; über 2500 m. Das Wetter war stabil, und so konnte ich die nächsten 2 Tage zumindest einige schöne Fotos von dieser Alpenregion schießen.

 

Les Houches: Parkplatz der Seilbahnstation

 

Les Houches: Seilbahnstation

 

In einem Seitental...

 

ergaben sich sehr schöne Motive.

 

An diesem Tag fuhr ich noch zurück nach Agentiere, um am folgenden Tag zum Gletscher des Dru steigen.

 

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