Die Grube Tannenberg

Besuchen Sie das geheimnisvolle Reich des Bergmannes in unserer »Grube Tannenberg« - für jung und alt ein nachhaltiges Erlebnis, das Kenntnisse aus Geologie, Mineralogie und Industrie des oberen Vogtlandes vermittelt. Seine Geschichte ist eng mit dem Bergbau verknüpft. Sehen Sie technische Zeitzeugen, die den Abbau der Schätze aus unseren Bergen in den verschiedenen Zeiten ermöglichte.

Bereits um 1500 entstand die große Tannenberg-Pinge mit dem Aufschwung des Zinnbergbaues im Raum Mühlleithen/Tannenbergsthal.

Die Sachsenerz Bergweksgesellschaft m.b.H. entdeckt 1938 auf der Stollnsohle den Greisen I. Der Blindschacht wird von der Stollnsohle in 835 Meter Höhe 90 Meter tief abgeteuft und drei Abbausohlen in den Niveaus 805, 775 und 745 Meter angesetzt. 1941 beginnt der Abbau des Greisenkörpers I und die Errichtung einer Aufbereitung. Nach Kriegsende wird der Betrieb zunächst eingestellt.

Die Aufbereitung wird bereits 1946 durch die Sowjetische AG Wismut zur Gewinnung von Uran wieder genutzt. 1950 gibt die Sowjetunion die Grube zurück. Dann baut der volkseigene Betrieb Wolfram-Zinnerz Pechtelsgrün die Greisenkörper I und II ab. Der dadurch entstandene Hohlraum wurde zum Teil verfüllt, der Rest füllte sich bis wenige Meter unter der 835-Meter-Sohle mit Wasser. Heute bietet der unterirdische See, als Höhepunkt jeder Führung durch die »Grube Tannenberg«, eine sehr eindrucksvolle Kulisse. Im Jahre 1964 wird das Bergwerk dann endgültig geschlossen.

Das Erz wurde einst vorrangig aus Seifen und im Tagebau gewonnen. Bereits um 1800 betreibt die Stadt Falkenstein den Falkensteiner Communstolln unter Benutzung von Stolln aus dem 16. Jahrhundert, welche mit Schlägel und Eisen vorangetrieben worden sind. In den Jahren 1925-28 nahm die Neue Sächsische Erzbergbau AG geologische Erkundungen der Zinnerz-Lagerstätten vor. Die Zwickauer Bergbaufirma Wilhelm Kubier treibt 1934-38 den 600 Meter langen Tannenbergstolln vor und legt oberhalb von ihm Untersuchungsstrecken an.

Die »Grube Tannenberg« ist ein sehenswertes Ausflugsziel in der Gegend um Klingenthal - Mühlleithen, die durch Musik und Wintersport als Ferienregion bekannt wurde.

Sie erreichen uns über die B 283 in Richtung Tannenbergsthal, Abfahrt Schneckenstein.

Informationen erhalten Sie unter Telefon-Nr. 037465-41993 oder 2445; Dl: 0171-8230117.

 

Öffnungszeiten: Montag Ruhetag; Dienstag bis Freitag Führungen: 10, 11.30, 13 und 14.30 Uhr;

Samstag, Sonntag und an Feiertagen: 10,11.30,13,14.30 und 15.30 Uhr.

Gruppen ab 15 Personen auf Voranmeldung auch außerhalb der Öffnungszeiten.