Quelle: "Sagen vom Selketal"; Ilse Korf und Edgar Giegold; Herausgeber: Staatlies Museum Falkenstein,

Erläuterungen zu den Sagen

Anhalt:

Ruine einer Fürstenburg, auf dem großen Hausberg über dem rechten Selkeufer gelegen. Stammburg der Askanier, gegründet um 1125; Nach Zerstörung 1140 neu aufgebaut durch Albrecht den Bären. Im 15. Jahrhundert verlassen und verfallen. Bemerkenswert durch die früheste Verwendung des Backsteins im mitteldeutschen Raum. Die Burg war ursprünglich so weitläufig und prächtig wie die Wartburg.

1822 ließ Herzog Alexius Friedrich von Anhalt-Bemburg den unterhalb des Burggeländes im Ringgraben gelegenen Brunnen ausgraben, seineTiefe feststellen und fand in ihm weder Wasser noch Schätze, dafür aber das Skelett eines hinabgestürzten Menschen. Daraufhin wurde der Schacht mit einer gußeisernen Inschriftplatte abgedeckt und darüber ein hölzernes Brunnenhäuschen errichtet.

Armer Heinrich:

Steinkreuz zwischen der Wegspinne am "Schirm" und der Alexanderstraße. Sühnekreuz und Wergeldzah-lungen waren mittelalterliche Sühneleistungen des Mörders oder seiner Familie an die Familie des Getöteten. Mit der "Peinlichen Hals- und Gerichtsordnung" Karls V., der "Carolina", die um 1532 in Kraft trat, erlöschen diese Bußleistungen. Daraus geht hervor, daß die Sage vom armen Heinrich sowohl zeitlich als auch vom Motiv her unstimmig ist und sich am ehesten in den ätiologischen Sagenkreis einreihen läßt. Wahrscheinlich steht das Steinkreuz im Zusammenhang mit dem nahegelegenen wüsten Dorf Burgesrod (Burchardsrode). Es ist wohl in das 15. Jahrhunden zu datieren.

Arnstein:

Ruine einer Dynasten- später Grafenburg auf einem Bergspom über dem Einetal zwischen Harkerode und Sylda. Anlage in dem älteren Ringwallgelände der sog. Schalksburg, 1135 vermutlich durch die Herren von Amstedt errichtet. Nach 1292 gelangte sie in den Besitz der Grafen von Falkenstein, 1335 an die Grafen von Regenstein, 1387 an die Grafen von Mansfeld und wurde im 16. Jahrhundert zum Wohnschloß umgebaut. 1678 — 1945 im Besitz der Freiherren von Knigge verfiel die Anlage seit dem 18. Jahrhunden. Die Sage geht auf einen Mansfelder Grafen im 14. Jahrhunden zurück.

Aufhucker:

Der Animismus hat die Vorstellung vom Alp, dem Druck- und Quälgeist, auch Aufhucker oder Nachtmahr hervorgebracht. Übereinstimmend wird er als Seele eines Menschen bezeichnet, die ihren Körper im Schlaf verläßt, um andere Menschen und auch Tiere zu quälen (entstanden aus dem Glauben an die Traumseele als "Gestaltenvenauscherin"). Dieser Mahrenglaube, von dem viele Sagen berichten, ist heute noch unter Naturvölkern verbreitet. Möglicherweise sind diese Aufhucker zu den Nebelgeistem zu rechnen, verursacht durch Atemnot bei dichtem Nebel.

Bergmännlein :

. . . ,, der Bergverwalter Valentin Metzel hat A. 1588, den 24 Augusti hiervon folgenden Bericht an den Fürstl. Anhaltischen Gesampt-Rath, Johann Berthold, abgestattet: . . . daß sich etliche Tage das Bergmännlein, in S. Catharinen-Stollen und in der Heiligen Dreifaltigkeit Fund Gruben, hören und sehen lassen, hat auch einem Hauer, Jacob Huth genannt, den 6ten dieses Monaths, als er vor dem neuen Lauengort die Nachtschicht gearbeitet, umb Mittemacht also zerdruckt und zugerichtet, daß er eine gute Weile vor dem Ohrte vor todt gelegen, da er aber wieder zu sich selbst kommen, und wieder arbeiten wollen, doch solches nicht vermocht, da er umb 2 Uhr ausgefahren, ist es mit einem Gruben-Licht die Fahn auf vor ihm herge-wandcn, weil er nun geschwiegen, hat er biß auf den darauf folgenden Freitag wieder arbeiten können, da er es aber von sich gesagt, ist er dato 8. Tage verschienen, so heftig schwach geworden, daß man bis gestern an seinem Leben gantz gezweifelt. So er aber nun unter seinem Angesichte gewaltig ausgeschlagen, hat er sich dato wieder erholet. Ändern ist es wie ein Altes graues Männlein mit einem grosscn Bart in einem weißgrauen Rock, Abends umb 8 Uhr in der Fund-Gruben, Zechhauß-Stuben, erschienen; Theils habens gesehen wie ein halb brennendes Licht und auf der Fahn auf und nieder hören von einer Fahn Sprossen zur ändern klappern: In S. Catharinen-Erb-Stollen hat es mit Hunden gelaufen, da doch keiner von denselben im Stollen gewest . . .

Insonderheit haben die Nacht-Pücher in Drusen-Puchwerck davon viel Ungelegenheit, darumb denselben auch Puch-Jungen zugegeben, und diesen davon ein besonderer Lohn verschrieben werden müssen."

Aus Beckmann, Historia des Fürstenthums Anhalt, Zerbst 1728

Bergmönch:

Ein mythischer Gebirgsgeist oder Bergriese, der später vermutlich durch geschichtliche Tatsachen überformt wurde. Die Wandlung zur Mönchsgestalt weist möglicherweise auf den mittelalterlichen Bergbau des Zisterzienserklosters Walkenried, eines der reichsten Klöster Nord- und Mitteldeutschlands im West- und Südharz hin.

Dammersfelde oder Thankmarsfelde:

Dorfstätte am Nordende des Teufelstales knapp südlich der Alexanderstraße Ballenstedt-Mägdesprung, gegründet wahrscheinlich im 9. Jahrhundert, eingegangen im 15. Jahrhundert; 970 stifteten dort die Brüder Thietmar (Markgraf der Nordmark) und Gero (Erzbischof von Köln), Neffen des berühmten Markgrafen Gero, ein Benediktinerkloster, das 975 angeblich auf Bitten der Mönche wegen Unwinlichkeit durch Kaiser Otto II. in die Reichsfeste Nienburg an der Saale verlegt wurde.

Ehrenberg:

Isolierter Bergkegel am Westrand von Harzgerode, umgeben von einer Bergmannssiedlung vor den Stadtmauern; anscheinend Standort einer geplanten, nicht ausgeführten Burg, später Berggerichtsstätte. ,,Westenwerts der Stat hat es einen ziemlich hohen Berg der Ehrenberg genannt, umb welchen vor Alters in der Mitte desselben ein Graben geführet worden, als wann eine Mauer hätte sollen dahinein gesetzet werden. Die hiesigen Anzeigungen wollen, daß die Bergleute, wann sie Querellen untereinander gehabt, ihre Sache auf diesem Berge ausgeführet, und weil sie dergestalt die Reparation ihrer Ehre gesuchet, so wäre der Berg Ehren-Berg genannt worden."

Aus Beckmann, Hisioria d. Fürstenthums Anhalt, Zerbst 1728

Eiserne Jungfrau:

Kastenförmiges Folter- und Mordinstrument des Mittelalters, dessen Innenseiten mit Messern oder Stichblättern besetzt sind, die das dort hineingesteckte Opfer durchbohren oder schwer verwunden. Die Existenz eines solchen Instrumentes auf Burg Falkenstein ist nicht bezeugt; es handelt sich hier um eine ätiologische Sage der romantischen Literatur: eine Fehlinterpretation der Baubefunde in den Palaskellern, die durch Münchehoff (1834) in Umlauf gesetzt worden sind. Dasselbe Sagenmotiv taucht in den Schlössern zu Bentheim (Niedersachsen), Hirschhorn (am Neckar) und Calbe (Saale) auf.

Erichsburg und Heinrichsburg:

Ruinen von Dynastenburgen, beide gegründet von Seitenlinien der Herren von Gatersleben zu Anfang des 13. Jahrhunderts, die sich nach diesen Burgen genannt haben. Sie kamen 1333 an eine Seitenlinie der Grafen von Stolberg, die von dort aus Wegelagerei betrieben. Deshalb wurden sie - die Heinrichsburg 1344, die Erichsburg 1346 - durch ein Aufgebot der Grafen von Hohenstein und der Städte Erfurt, Mühlhausen, Nordhausen und Quedlinburg erobert, zerstört und der Graf mit den Burgbesatzungen hingerichtet.

Falkenstein:

Grafenburg über dem Selketal in der Nähe von Meisdorf, erbaut zwischen 1115 und 1120 durch die Herren von Konradsburg, die sich ab etwa 1150 Grafen von Falkenstein nannten. Seit 1437 bzw. 1449 bis 1945 im Besitz der Herren, später der Grafen von Asseburg. Heute staatliches Museum.

Güntersburg:

war eine vorstädtische befestigte Siedlung auf dem Kohlberge mit einer Schutzburg, vermutlich die Vorgängerin des heutigen Güntersberge. Von ihr sind keinerlei historische Nachrichten überliefert. Sie war nach Ausweis der Bodenfunde im 12. und 13. Jahrhundert bewohnt und wahrscheinlich durch eine Feuersbrunst zugrunde gegangen. Bereits 1250 wurde sie als alte Burg bezeichnet. Anstelle der mangelnden Geschichtsüberlieferung hat sich umso intensiver die Sage mit dieser Anlage beschäftigt (mythische Sage, die sich an ein geschichtliches Objekt hängt).

Hagenrode:

Das Dorf Hagenrode wurde vermutlich durch den Abt Hagen (Hagano) von Dammersfelde an der Selkestraße gegründet. Es war offenbar so bedeutend, daß ihm Otto III. 993/994 das Markt-, Münz- und Zollrecht verlieh. Wahrscheinlich im 11. Jahrhundert wurde dort von Nienburg aus eine abhängige Bencdiktinerpropstei zur Verwaltung des nienburgischen Unterharzbesitzes gegründet. Zum Propst von Hagenrode wurde jeweils ein Nienburger Mönch bestimmt. 1525 stürmten und plünderten Einwohner aus Harzgerode und Allrode das verarmte Kloster; danach ist es aufgehoben worden und verfiel; die letzten Reste verschwanden im 19. Jahrhundert.

Die Nachricht der Klostergründung Hagenrode durch den in Dammersfelde zurückgebliebenen Abt Hagano geht auf das Chronicon Montis Sereni (Chronik des Stiftes Petersberg bei Halle) zurück ohne urkundliche Bestätigung.

Klosterhof Güntersberge:

wurde 1363 erwähnt als das "Alte Dorf" mit einer Nikolaikirchc, als Fürst Heinrich III. von Anhalt es als Ersatz für das verlassene Klostergut Esekenrode ("Münchehofe" beim Forsthaus ühlenstein nahe Siptenfelde) dem Zisterzienserkloster Marienthai bei Helmstedt schenkte, das von hier aus seine Unterharzbesitzungen verwaltete. 1506 wurde der Klosterhof als Freigut in Privathände, 1643 an den Fürsten Friedrich von Anhalt - Harzgerode verkauft. 1688 ließ ihn die Fürstin Elisabeth Albertine, die Gemahlin Fürst Wilhelms, als Witwensitz mit vergrößerter Gutswirtschaft neu bauen und ihn in Alberti-nenberg umbenennen. Bis 1870 blieb er anhaltische Domäne, dann wurde er an die Stadt Güntersberge verkauft und zum Rathaus verwandelt.

Konradsburg:

Höhenburg auf einem markanten Sporn der Vorharzhochfläche südlich von Ermsleben eines gleichnamigen Adelsgeschlechtes; 1021 erstmals erwähnt. Um 1120 wurde sie in ein Augustinerchorherrenstift und vor 1130 in ein Benediktinerkloster umgewandelt. Im 15. Jahrhundert geriet das Kloster wirtschaftlich und moralisch in Verfall, den auch Reformbcwegun-genum 1470 nicht aufhalten konnten. In dieser Zeit ist die Sage vom Kuttenzins angesiedelt, denn die Karthäusermönchc, die statt der verarmten Benediktiner 1477 in das Kloster einzogen, durften es nach ihrer Ordensregel nicht verlassen. Im Bauernkrieg 1525 wurde das Kloster gestürmt und teilweise zerstört.

Kunstteich:

bei Harzgerode Wiederaufnahme des Bergbaues 1692. Bau einer Wasserkunst zur Entwässerung der Grube Elisabeth Albertine südlich von Harzgerode und ihrer Nachbargrubcn 1696; dabei Anlage des Kunstteiches als Wasserreservoir mit einem überdachten Wasserrad unterhalb des Dammes. Bau der ,,Kunst" durch den Meister Hans Georg Ermisch.

Kuttenzins:

"Nun geht der Bauermeister, sobald es am Abend vor dem Thomastage (also am 20. Dezember) achte geschlagen hat, vor die dreizehn Häuser. (Auch als es mehr waren, sprach er nur bei den dreizehn vor.) Zwei Männer aus dem Dorf, die jedes Jahr wechselten, begleiten ihn. Der Vorsteher ruft:,.Gebt unserem Herrn den Thomaspfennig, den Kuttenzins'" Der Besitzer steht schon vor der Tür, gibt dem Bauermeister einen silbernen, kursächsischen Pfennig und schließ sich dem Zuge an. Vor dem nächsten Hause sprichtder Vorsteher wiederum:,, Gebt unserm Herrn den Thomaspfennig, den Kuttenzins!" und so geht es weiter. Bald marschiert das ganze Dorf hinter dem Zuge her und ruft:,,Wir bringen unserem gnädigen Herrn den Thomaspfennig, den Kuttenzins!" Unter großem Lärm zieht der Zug nach Endorf, etwa zwei Stunden weit. Hier befand sich früher ein dem Kloster gehöriger Außenhof.

Der Bauermeister und die dreizehn Häusler begeben sich in ein Haus, am äußersten Ende des Dorfes gelegen, und warten dort bis Mitternacht. Draußen wächst der Haufe von Minute zu Minute und jubelt. Sobald der Stangeröder Bauermeister um Mitternacht das Haus verläßt, schreien sie wieder:,,Wir bringen unserem gnädigen Herrn den Thomaspfennig , den Kuttenzins!" Und das ganze Dorf hallt von dem Rufe wider, bis der Zug vor der Gerichtsstube anlangt. Die ist schon geöffnet, und der Beamte ist schon auf seinem Posten. Denn so wie die Stangeröder, wenn sie zu spät kommen, eine Tonne Heringe für jede versäumte Minute entrichten müssen, so ist dagegen das Amt gehalten, den Stangerödern eine ganze weiße Henne mit zwölf weißen Küchlein zu geben, wenn sie die Gerichtsstube nicht geöffnet finden. Jetzt liefert der Bauermeister sechs Pfennige ab, sieben behält er nach altem Brauche für sich; dann kriegte er ein Trinkgeld, das den Wert der Abgabe weit übersteigt. Draußen ruft das Volk:,,Wir haben gebracht unserem gnädigen Herren den Thomaspfennig, den Kuttenzins!" Unter diesem Rufe mit lautem Geschrei und Gelächter verläßt der Haufe Endorf, und die Leute von Stangerode kehren mit ihrer Quittung nach Hause zurück. Bis 1803 geschah die Abtragung des Kuttenzins auf diese Weise.

(Der Bruder ging um in mancherlei Gestalt, bald als großer schwarzer Hund, bald als blökendes Kalb. Zuweilen hockte er sich den Menschen auf mit Zentnerlast, daß sie kaum atmen vermochten. Zu der Zeit vom 20. November bis zum 20. Dezember war der Spuk am ärgsten)."

Aus: Harzlandsagen von F. Sieber, Jena 1928

Lindwurm:

"Den ehemaligen Brunnen auf dem Marktplatz von Harzgerode schmückte ein steinerner Herkules, der mit erhobener Keule zum Schlag gegen ein vor ihm liegendes Ungeheuer ausholte. Einer der Harzgeröder Fürsten (Friedrich oder Wilhelm) hatte früher die Brunnenanlage, die zur Quellwasserleitung gehörte, mit dieser Brunnenfigur ausgestattet. Die Harzgeröder kannten sich in der griechischen Sagenwelt nicht aus und nannten die Standfigur »Herr Kules", um die sich diese Sage entwickelte."

Aus: Siebert, Anhalter Sagenbuch, Bernburg 1927

Mägdetrappe:

Felseindruck vom ungefähren Umriß und Umfang eines Menschenfußes auf einer gegen Drahtzug heraustretenden und im 19. Jahrhundert durch ein gußeisernes Kreuz kenntlich gemachten Klippe des schmalen Ausläufers der Schalkenburghöhe in der Selkeschleife zwischen Mägdesprung und Drahtzug.

Ihre Entstehung und Bedeutung (als vorchristliche Kultstätte analog der Roßtrappe überm Bodetal bei Thale?) sind nicht geklärt. Über den Bergsporn zieht der alte Karrenweg aus dem Selketal bei Mägdesprung nach Harzgerode empor. Der z. Tl. in mehreren Spuren erhalte Hohlweg streicht dicht an der Mägdetrappe vorüber. Wahrscheinlich bestehen zwischen ihr und dem Wege bisher noch nicht enträtselte Zusammenhänge.

Der Kupferstich in Beckmanns ,Historia des Fürstenthums Anhalt" von 1728 - eine reine Phantasieleistung - zeigt zwei Riesentapfen beiderseits des Selketals, als ob die Sagenmaid im Schlußsprung über den Abgrund gehüpft sei.

Meisdorf:

In Meisdorf saß ein Adelsgeschlecht, die Herren von Meisdorf als Ministerialen der Grafen von Falkenstein, erstmals 1184 erwähnt und Anfang des 16. Jahrhunderts ausgestorben. Sie wohnten auf drei Turmhöfen innerhalb der Ortslage, von denen noch einer auf dem Wendenburgischen Hofe erhalten ist.

Bei der Sage könnte es sich um einen dieser Wohntürme gehandelt haben. Weitere in Betracht kommende Türme: Ein Turm auf einem von zwei Adelsgütern der Herren von Stammer und von Hoym anstelle des heutigen Meisdorfer Schloßgutes; der Turm der Kirche von Wertheim auf dem Klusberge.

Nixen Männliche und weibliche Wasserdämonen, die menschliche Gestalt annehmen können, wie der Wassermann, Hakenmann oder Nix und das Seeweibchen, die Wasserjungfrau oder Nixe, deren Körper im Wasser in Fischschwänzen enden. Ans Ufer steigt die Nixe in langem, triefendem Kleid, der Nix oder Nickelmann trägt einen löchrigen Hut, zerschlissenen Rock oder Hose, die er flickt, sooft er ans Land steigt. Grüne Haare, Augen, Zähne und grüne Kleidung kennzeichnen viele von ihnen. Die Wasserjungfrau betört durch ihren Gesang, während der Flußmann inmitten eines Wassersturzes auf seiner Geige spielt und die Tanzenden zu sich ins Wasser lockt. Aus dem Glauben, daß Nixen mit Vorliebe neugeborene Kinder entführen, vielleicht auch als Reflex von Menschenopfern an die Wassergeister in vorchristlicher Zeit, erklärt sich wohl der grausige Abwehr- oder Beschwichtigungsbrauch, in den Grund von Brücken, Flußwehren und Deichen ein Kind lebendig einzumauern. Zuweilen zeigen sie sich, wie in den beiden Harzsagen, Menschen gegenüber hilfreich oder wenden sich hilfesuchend an sie. Sie führen Wirtschaft wie die Menschen, bleiben aber gewöhnlich unsichtbar, sprechen mit keinem und weichen jedermann aus, außer wenn sich eine Wasserjungfrau in einen Jüngling verliebt, doch endet eine solche Liebe fast immer tragisch. Allen diesen Gestalten liegt der Glaube an die Beseelung der Gewässer zugrunde, mitunter vermischt mit der Übertragung des vorgeburtlichen Lebens auf sie.

Riesen:

Mythische Wesen von übermächtiger Gestalt mit ungefüger Kraft, deren Wirken man überall in der Natur zu sehen glaubte. Gewitter, Erdbeben, Orkane, Schneestürme, wie überhaupt alle gewaltigen Erscheinungen, welche die Phantasie anregten, gehören zu ihrem Bereich. Sie sind - und das trifft insbesondere für den Harz zu - Verkörperungen der Naturgewalten des Gebirges. Auffallende Felsformationen, die als Riesenburgen angesehen wurden, galten als ihr Werk. In den Harzer Teufelssagen leben solche Riesengestalten, vermischt mit den Attributen des heidnischen Donar, fort.

Schatzsagen:

Das Vergraben von Schätzen war in frühen Kulturen eine magische Handlung, bei der der Schatz stellvertretend für die eigene Natur (das Selbst) stand und deshalb den Toten mit ins Grab gegeben wurde oder den Lebende in Brunnen, Sümpfe, ins Meer versenkten, in Höhlen versteckten oder auch in der Erde vergruben, damit er möglichst gehoben werde. Von dem Schatz hing nach alten Glaubensvorstellungen das Schicksal seines Besitzers ab; und deshalb wurden Schätze von Ungeheuern (schwarzen oder feurigen Hunden, Drachen, Schlangen) bewacht. Noch die Normannen erbeuteten auf ihren Raubzügen viel Gold und Silber, das sie zum großen Teil vergruben. Erst mit dem Aufkommen der Ware-Geld-Wirtschaft wurden Schätze zeitweilig vergraben, um sie vor Krieg und Plünderung in Sicherheit zu bringen und sie anschließend wieder zu heben. In den Sagen verlockt oft der Teufel die Menschen zur Schatzhebung, bietet aber alles auf, um sie zu verhindern; dabei ist das Schweigegebot unter Versuchungen und Drangsalen eine notwendige Forderung. Viele Schätze sind durch eine Zauberformel verwünscht worden und können nur mit ihr wieder erlöst werden. Kinderund Menschen,,,die reinen Herzens sind", finden oftmals unvermutet Schätze. Entsprechend den Landschaften sind die Erlösungsfristen für die Schätze verschieden. Als Hilfsmittel bei der Schatzsuche gelten die Wunderblume, Springwurzel und die Wünschelrute.

Schicksalsbecher:

Von den beiden erhaltenen Schicksalsbechern war das sog. Hedwigsglas durch Graf Ludwig I. von der Asseburg auf den Falkenstein gelangt, während der andere auf der Hinnenburg verblieb, wohin das Hedwigsglas vermutlich ebenfalls zurückgekehrt ist.

Das sog. Hedwigsglas, ein fatimidischer Glasbecher des späten 12. bzw. frühen 13. Jahrhunderts aus Ägypten oder Nordafrika, war wahrscheinlich ein Geschenk des Hohenstaufenkaisers Friedrich II., der freundschaftliche Beziehungen zu dem ägyptischen Sultan al-Kamil unterhielt, an seinen Reichstruchseß Guzelin von Wolfenbüttel, den Stammherrn der Asseburger. Der Verlust dieser Überlieferung hat vermutlich zur Sagenbildung geführt im Zusammenhang mit den Zwergen als Schatzhüter. Die Hed-wigsgläser, deren Name auf die hl. Hedwig, Herzogin von Schlesien, zurückführt, dienten als Reliquiare(z.B. im Domschatz zu Halberstadt und im Stiftsschatz zu Quedlinburg) oder als persönliche Kostbarkeiten von Fürsten (z.B. der Becher d. hl. Elisabeth, später im Besitz Luthers auf der Feste Coburg), denen durch sakralen Gebrauch nachträglich eine magische oder mystische Wirkung zugeschrieben wurde.

Die Drei galt als Glücks- und Schicksalszahl aus germanischer Tradition (drei Nomen, dreiköpfiger Donar oder als heilige Zahl Wodans).

Schlangenkönig:

Die Schlange galt als Inkarnation der alten Erd- und Muttergottheiten, auch wie Kröte und Maus als Seelentier. Das Leben bzw. die Seele verließ nach animistischen Vorstellungen den verstorbenen Menschen in Gestalt einer Schlange und verwandelte sich zu einem Schutzgeist der Überlebenden, der zugleich Schutzgeist des Hauses war und dem Opferspeisen dargebracht wurden. (In Schlesien hatte z.B. die Hausschlange ihren Sitz unter der Hausschwelle oder im Keller, man fütterte sie mit Milch und durfte sie nicht töten, sonst starb ein Familienmitglied). Die Schlangen hatten einen König, der eine goldene Krone trug. Nur selten gelang es einem Menschen, die Schlangenkrone zu erwerben und dann nur solchen "die reinen Herzens" waren. Wer in den Besitz der Schlangenkrone kam, hatte sein Glück gemacht, und der Schlangenkönig mußte sterben, ln dieser Sage vom Schlangenkönig handelt es sich um eine ätiologische Erklärung für das Leerstehen und den Verfall der Burg Falkenstein im späten 18. Jahrhundert.

Schloßjungfer:

Schlüssel- oder auch Flachsjungfer, die verwünschte oder verfluchte Jungfer, Burg- oder Osterfrau sind vermutlich Erscheinungsbilder der mythischen Hei (Frau Holle), der Todes- oder Lebensbringerin, Brunnen- und Schatzhüterin, Kinder- und Klagemutter, Schnee- und Wetterzauberin, später auch Überwacherin des Spinnverbotes in den zwölf rauhen Nächten.

Die Schlüsseljungfer trägt meist einen goldenen Schlüssel oder ein Schlüsselbund am Gürtel, auch einen feurigen Schlüssel oder eine feurige Schlange im Munde, dazu ein Licht in der Hand. Sie wohnt in einem Schatzberg, der an Festtagen (Advent, Weihnachten, Ostern) oder alle sieben Jahre von Gold und Silber schimmert. Im Frühjahr erscheint sie alle Jahre oder alle sieben Jahre zu Ostern, mitunter zu Walpurgis (l. Mai) oder am Johannistag (Sommersonnenwende), oft Wasser schöpfend, sich badend, Blumen pflückend, um erlöst zu werden. Der vermeintliche Schatzheber - meistens ein Hirt - dem sie sich zeigt, schließt mit einer Glücks- oder Wasserblume den Schatzberg auf; es gelingt ihm jedoch nie, den Schatz zu heben. Die Erlösungsbedürftige verschwinde zuweilen laut klagend, unbefreit, doch nicht ohne Hoffnung auf ein späteres Heil.

Mitunter muß die Schlüsseljungfer durch drei Küsse erlöst werden. Dabei wechselt sie zuerst ganz in schwarz, dann halb schwarz, halb weiß, je näher der Erlöser seinem Ziele kommt, Farbe und Gestalt und verwandelt sich hintereinander in drei Ungeheuer. Zwei Küsse wagt der zur Erlösung Auserwählte, aber vor der dritten Spukgestalt schaudert er in der Regel zurück. Dann verschwindet sie oft unter heftigem Sturm oder Knall, läßt manchmal eine Nuß oder Eichel fallen, damit daraus der Baum aufwachse, der das Holz für die Wiege des zukünftigen Schatzhebers oder ihres Erlösers liefern soll.

Teufel:

Der Teufel kommt mit dem Christentum als dualistische Gestalt nach Deutschland. In der Volkssage nimmt er nachträglich Züge dämonisierter Naturgeister und Götter an: die Kraft der Riesen, die Verwandlungsfähigkeit des Loki, die Bocksgestalt als Attribut des Donar. Er tritt als Verkörperung des Bösen, des Todes, der Zerstörung und der Finsternis auf, Unheimliche Gegenden sind der Sage nach Wohnungen und Aufenthaltsorte des Teufels - Teufelsmühle, Teufelsmauer, Teufelstal usw. -, der an die Stelle von Wald- und Flußdämonen getreten ist. In der ,,Blockes Berges Verrichtung" von 1669 hatJoh. Prätorius dem Teufel- und Hexenwahn des 16./l 7. Jahrhunderts literarisch den Weg geebnet, indem er ihn auf das Brockengebiet, das vorher frei von solchem Sagengut gewesen ist, projizierte. Von dort gelangte es teilweise in den Unterharz und wurde im 19. Jahrhundert auf den Hexentanzplatz übertragen.

Bei den Sagen vom Selketal handelt es sich gewöhnlich um Wetten, die der Teufel abschließt, wobei er sich die Seele des Panners verschreiben und sich zuletzt doch übertölpeln läßt, oder um Schatzsagen.

Teufelsmühle:

Zwei Granitformationen des Rambergmassivs auf der Victorshöhe. In der Ortslage von Alexisbad gab es seit Ende des 12. Jahrhunderts zwei Mahl- und Ölmühlen des Klosters Hagenrode, von denen sich die Sage vermutlich auf die Klostermühle bezieht. (Angeblich wohnte in dieser Mühle am Ende des 17. Jahrhunderts der Ballenstedter Schloßmüller Daniel Rückriemen, der sich als Alchimist betätigte und sich von den Harzgeröder Bergleuten das Geheimnis des "Goldmachens" verschafft haben soll). In dieser Sage vermischen sich mythische, ätiologische und geschichtliche Motive.

Tidian:

Klufthöhle an der Ausmündung des Tidiantales auf das Selketal, schräg gegenüber des kleinen Hausberges (Kleine Anhalt). Vier Mulden am Hange unterhalb der Höhle bis zur Sohle des Selketales, von denen eine in etwa halber Höhe noch immer Wasser enthält, belegen die gewerbsmäßige Gewinnung des Schmiergels, den der Wasserlaufaus der Höhle ausgeschwemmt hat und den man in den übereinander angeordnelen Becken zum Ablagern gebracht hat.

,, 1875 in der Schulchronik von Meisdorf erwähnt: Eine halbe Meile von Meisdorf an der Selke gelegener Forstort. Es befindet sich dort das Venediger Tor, eine eineindrittel hohe und ein Meter breite Höhle, die sich in einer Höhe von 60 bis 70 Meter an der Südseite des Tidian Defindet, aus welchem ein gelbliches Wasser fließt. In der Höhle wurde ein Schmergel von gleicher Farbe abgebaut, über des Gebrauches man nichts weiter erfahren könne. Vor mehreren Jahren fanden Holzarbeiter in der Tiefe von l /3 Meter eine von Ton geformte, zwei Meter lange und ein Meter breite Platte. Darauf befanden sich mehrere, erhaben gearbeitete Wappen und eine Menge kleinere menschliche Figuren aus Ton geformt. Über den Verbleib dieser Platte ist nichts bekannt. Verbürgt ist die Gewinnung von Eisenocker am Tidian.

1852 steht im Asseburgischen Forstkataster: Am Tidian wird Eisenerz, welches jedoch nur ein sprödes Metall geben soll, gefunden. Nach Urkunden waren die Asseburger mindestens seit 1490 verpflichtet, dem Lehnsherren - dem Bischof von Halberstadt - die Hälfte des aufkommenden Gold- und Silbererzes abzugeben, durften aber Kupfer und andere Erze allein behalten."

Aus Chronik der Gemeinde Meisdorf 1184 - 1984

Schmirgel:

mit seinen Bestandteilen Korund, Hämatit und Magnetit diente als Färbe-, Schneide-, Schleif- und Poliermittel in der keramischen und metallurgischen Produktion.

Der in der Sage genannte Graf von Falkenstein ist wahrscheinlich Bernd VI. von der Asseburg, der als Leuteschinder, Meuchelmörder und zeitweilig gächteter Landfriedensbrecher in einem üblen Ruf stand. Er gelangte 1487 in den Besitz des Falkensteins und der anderen asseburgischen Güter und wurde zwischen 1518 und 1524 angeblich von einem Diener erschossen und aus dem Fenster gestürzt.

Venediger, Veneter, Venetianer Veneter:

Eine indoeuropäische Völkerschaft im l. Jahrhundert u. Zt. im heutigen Gebiet von Südostpolen nachweisbar, von denen sich die Bezeichnung Wenden ableitet. Als Wenden werden die verschiedenen, z. Tl. untereinander verfeindeten Slawenstämme zwischen Elbe, Saale und Oder bezeichnet. Im südlichen Europa ist der Stammesname für die Veneter im Umland von Venedig, das diese Benennung fortführt, überliefert. In der Sage Sammelbegriff für alle Fremden bzw. Fremdsprachigen, die in mitteldeutschen Gebirgen Mineralien und Erze suchten und sich dabei als Hausierer ausgaben. Daß auch Slowaken oder Slowenen als Venediger galten, erfahren wir bei der Gegenüberstellung der Sagenfassungen "Der Harzgeröder Fuhrmann und die beiden Venediger" von Sieben und ,,Schlangenzauber" von Förstner. Hier kommt ein Slowake als Mausefallenhändler in das Haus eines Fuhrmannes, teilt an dessen Kinder und Frau Geschenke aus und bittet sie, ihn auf die Burg Anhalt zu begleiten. Als sie es ihm verweigert, erscheinen nachts zwei Slowaken am Bett des Fuhrmannes und zwingen ihn, sie zur Lehmgrube bei der Burg Anhalt zu führen. Die Harzer Fundstellen lagen im Brockengebiet, am Bruchberg, Auerberg und im Selketal bei der Burg Anhalt. Angeblich suchten die sog. Venediger Mineralien für alchimistische Zwecke und Antimonialerde (vielleicht als Zusatz für die Herstellung der berühmten venezianischen Milch-und Fadengläser?) Nachweisbar war, wie auch in weiteren deutschen Städten, in Dessau von 1679 - 1686 eine von Venezianern gegründete Glashütte in Betrieb.

Möglicherweise wurden solche Fremden aufgrund ihrer alchimistischen und professionellen Geheimkenntnisse und- praktiken nachträglich in den Sagen mythifiziert, indem man ihnen Zauberkräfte und Zauberbücher zuschrieb.

Viktor, Graf oder Fürst:

Bei dem in der Sage genannten Grafen oder Fürsten handelt es sich wahrscheinlich um den Fürsten Viktor Friedrich von Anhalt-Bcrnburg(1721 - 1765), der im Unterharz die Parforcejagd einführte und die entsprechenden Jagdschneisen anlegte. Zu diesem Zweck ließ er das Ballensiedter Schloß als Jagdsitz weiter ausbauen. Der noch im jugendlichen Alter zur Regierung gelangte Fürst galt in Verfolgung seiner politischen und wirtschaftlichen Maßnahmen wie auch seiner Vergnügungen als sehr rücksichtslos.

Wilder Jäger:

In Schlapphut und Mantel, von Raben umflattert, von Hunden umbellt, gefolgt vom Totenheer oder auch von Tieren mit ohrenbetäubendem Lärm, knüpft an den Wodansmhythos an. Ursprünglich war Wodan der Anführer der Wilden Jagd, die die alten Germanen in Gewitternächten zu hören glaubten, bevor er zum Herrscher des Göttergeschlechtes der Asen emporstieg. Nach ihrer Vorstellung jagten die im Kampf gefallenen Krieger (das Totenheer) auf ihren Pferden, die nichts aufhalten konnte, durch die Wolken.

In dieser Sage wird die Wilde Jagd zum Spuk, ihr Führer, der vielerorts auch "Wode" (neuhochdeutsch: Wüten) genannt wird, hat Züge des Teufels angenommen (heißt er doch in manchen Gegenden ,,Hölljäger"). Gewöhnlich wirft der Wilde Jäger mit einer Pferdekeule; wer davon ißt, verfällt dem Jäger bzw. dem Teufel. Wahrscheinlich ist diese Pferdekeule oder Roßlende eine mythische Erinnerung an das dem Wodan früher dargebrachte (von der Kirche verfemte) Pferdeopfer mit anschließendem Festmahl. Verbreitet war die Vorstellung, daß der Umzug des Wilden Heeres Einfluß auf die Fruchtbarkeit des kommenden Jahres nähme.

Wunderblume:

Meist als blaue Blume bezeichnet ist eine mythische Blume, die das Unerreichbare versinnbildlicht, auch Blume des Weisen, die dem Weltenei (Welt im Urzustand vor der Auflösung in die Vielfalt der Erscheinungen) entsproß. Novalis hat sie zum Symbol der literarischen Romantik erhoben.

Zwerge (Querge, Querxe):

auch als Erd-, Wichtel- und Bergmännlein oder als die ,,Unterirdischen" bezeichnet, sind wie die Riesen Naturwesen der ältesten mythischen Entwicklungsstufe. Sie leben in organisierten Gemeinschaften wie die Menschen und werden meistens von Königen regiert. Im Wurzelwerk der Bäume, in Höhlen, Gräbern, Felsspalten, Erdlöchern und im Dickicht der Wälder haben sie der Sage nach ihre Wohnungen. Sie sind kleinwüchsig, oft häßlich, runzlig und mißgestaltet, graubärtig und fahl von Angesicht aber geschickt, listig und fleißig; sie können in die Zukunft sehen. Zu ihrer Ausrüstung gehört die Tarn- oder Nebelkappe, die sie unsichtbar macht. Im Echo hört man ihre Sprache. Je nach Verhalten des Menschen können sie hilfreich und freigiebig wie auch ihrer Hilfe bedürftig sein, ebenso dankbar für Wohltaten wie rachsüchtig und bösartig nach Beleidigungen. Sie sind des Backens, Brauens und Spinnens kundig, geschickte Gold-und Waffenschmiede, besonders durch Gold- und Silbcrrcichtum ausgezeichnet. In allen Gegenden rauben die Zwerge Kinder und legen ihre Wechselbälge dafür in die Wiege. Sie verkörpern die schaffenden und auch unberechenbaren Erdmächte.